Katzen allgemein
Katzen allgemein

Ein Mann setzt zwei Katzen in einem Bremer Taxi aus und verschwindet. Dann überließ er die Samtpfoten ihrem Schicksal. Wie wir Katzen das Leben schwer machen.

Als ich diese Meldung vor kurzem las war ich zunächst erstaunt. Denn man hat schon viel gehört, aber nicht das jemand Katzen im Taxi aussetzt.

Doch warum kam es überhaupt dazu? 

Ich bin keine Psychologin, sondern betrachte diesen Vorfall rein aus menschlicher Sicht. Und da habe ich mir eben sofort die Frage gestellt, warum er nicht direkt zum Tierheim gefahren ist. Geht es dir auch so? Doch die Antwort darauf kam mir dann augenblicklich.

 

Wie wir Katzen das Leben schwer machen

Er wollte einfach anonym bleiben und sich nicht ins schlechte Licht rücken lassen. Aber er war in meinen Augen nicht total verantwortungslos. Dafür spricht auch, dass die Katzen gepflegt und gesund sind. Denn indem er diesen Weg gewählt hat wusste er, dass seine Katzen sicher im warmen Tierheim landen würden.

Wie wir Katzen das Leben schwer machen
Wie wir Katzen das Leben schwer machen

Bringt ein Dosie seine Katze ins Tierheim, dann braucht er dazu eine Menge Mut. Denn durch diese Handlung wird er meist sofort in eine Schublade gesteckt. Das schlechte Ansehen gibt es noch gratis dazu.

Die vorgebrachten Gründe für so eine Abgabe werden meist nicht akzeptiert und als Ausrede angesehen. Das mag durchaus auch auf den ein oder anderen zutreffen, aber nicht pauschal auf alle Menschen.

Oft werden Katzen direkt vor einem Tierheim bei Nacht und Nebel ausgesetzt. Das bestürzt Tierheimmitarbeiter meist sehr. Doch auch hier ist es ganz ähnlich wie im Taxifall. Wahrscheinlich haben sich diese Menschen viele Gedanken darum gemacht wie sie ihren Katzen das Leben eben nicht schwerer als nötig machen.

 

Sowas tut man nicht!

Neulich hörte ich auch wieder einmal den Satz: “Man gibt keine Katzen ab.” Natürlich tut ein verantwortungsvoller Tierfreund so etwas nicht leichtfertig. Denn erst nachdem er alle Wege versucht hat, um ein Problem zu lösen, kommt er überhaupt an einen solchen Punkt.

Doch manchmal lässt sich ein Problem eben nicht lösen. Sei es weil die vorhandenen Lebensbedingungen keine Änderungen zulassen oder weil vielleicht die finanziellen Mittel fehlen. Ein Beispiel. Eine Katze die Auslauf gewohnt ist lässt sich nicht an eine reine Wohnungshaltung gewöhnen. Doch bei Fundtieren weiß man das oft nicht.

Und dann ist es eben besser so einer Katze das richtige Zuhause zu suchen, wo sie ihren Auslauf auch bekommt. Denn würde man das nicht tun und sie in eine Wohnungshaltung zwingen, dann würde man diesen Katzen das Leben schwer machen und den Menschen dazu natürlich auch. Und das ist völlig unnötig und sinnlos.

 

Wie wir Katzen das Leben schwer machen. Fazit

Es gibt nicht nur schlechte Menschen auf diesem Planeten. Ebenso wie es nicht nur die Guten gibt. Das ist nun einmal Fakt. Und gerade Menschen die im Tierschutz arbeiten haben schon jede Menge Leid gesehen.

Dennoch finde ich es wichtig genau zuzuhören und sein gegenüber nicht pauschal zu verurteilen. Gerade ein Tierheim sollte ein angstfreier Anlaufpunkt sein für Menschen die sich in einer Notlage mit ihrem Tier befinden.

Denn meist gibt es für so einen Schritt einen mehr oder weniger guten Grund. Und es ist eben besser die Katze direkt ins Tierheim zu bringen als sie im Wald auszusetzen. Denn im Tierheim sind die Katzen wenigstens nicht sich selbst überlassen und haben die Chance das richtige Zuhause zu finden.

Vorurteile und falsche Wertvorstellungen schaden dabei nämlich mehr als sie nützen. Außerdem sorgen sie nur für unnötig Leid und zwar auf beiden Seiten. Deshalb ist es an der Zeit endlich damit aufzuhören.

Die Katzenfreundewelt auf Facebook

 

Wie wir Katzen das Leben schwer machen. Deine Meinung

Hast du schon einmal vor der schweren Entscheidung gestanden eine Katze abgeben zu müssen? Falls nein wie siehst du das Thema generell? Ich bin gespannt auf deinen Kommentar.

 

Wie wir Katzen das Leben schwer machen
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8 Gedanken zu „Wie wir Katzen das Leben schwer machen

  • 15. Februar 2018 um 12:36
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    Genau wie es schwer einzuschätzen ist, welche Gründe es für eine Mutter gibt, ihr Baby wegzugehen, ist es auch bei Tierbesitzern mit ihren Tieren. Es gibt nachvollziehbare Gründe. Es muss nur verantwortungsvoll sein. Tiere bei Eiseskälte auszusetzen, irgendwo abgelegen anzubinden oder bei Auszug aus der Wohnung zurückzulassen und billigend oder mit Absicht den Tod des Tieres in Kraft zu nehmen, muss bestraft werden.
    Die Abgabeklappen sind gut, gibt es aber noch nicht überall.

    Die Kleinanzeigen kann ich auch nicht mehr ertragen. “Haben keine Zeit, sind allergisch, können sie in die neue Wohnung nicht mitnehmen oder kriegen ein Kind”. Ätzend. Da platzt mir immer die Hutschnurr.

    Liebe Grüße
    Anja

    Antworten
    • 15. Februar 2018 um 18:13
      Permalink

      In dem Artikel ging es auch ausschließlich um verantwortungsvolle Tierhalter. Das es auch die Anderen gibt ist leider bittere Realität.

      LG Gabi

      Antworten
  • 11. Februar 2018 um 22:39
    Permalink

    Ich finde immer, es ist schwierig zu beurteilen, weshalb jemand sein Tier im Tierheim abgegeben hat oder weshalb ein neues Zuhause gesucht wird. Was die Abgabegebühr angeht finde ich schon richtig, dass dafür etwas genommen wird. Wenn jedoch der Besitzer aufgrund finanzieller Schieflage sein Tier abgeben muss, dann kann man auch meist mit den Tierheimen sprechen.

    Wofür ich jedoch kein Verständnis habe ist wenn ein Tier einfach zurück gelassen oder fies + feige ausgesetzt wird. Auch wenn man bei ebay Kleinanzeigen mal schaut, was da so als Abgabegrund angegeben wird … ‘unsere junge Katze versteht sich nicht mit der älteren Katze und deshalb suchen wir für die ältere Katze ein neues Zuhause’ , da werde ich schon etwas böse ;)

    Zu der Taxi-Aktion: finde ich gut bzw. besser wie bei dem kalten Wetter einfach einen Karton vor ein Tierheim zu stellen.

    Was ich letztens gesehen habe, war das es eine Notfellchen Klappe gibt. Dort kann dann Anonym das Tier (Hund, Katze, Maus etc) in die Klappe gegeben werden. Zwar ist es für das jeweilieg Tier auch beängstigend, jedoch noch besser wie ein Karton, denn dort ist ein Bettchen, Wasser, Futter drin.

    LG
    Marlene

    Antworten
    • 12. Februar 2018 um 13:15
      Permalink

      Hallo Marlene,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Ich finde es auch immer schwierig. Vor allem aber finde ich es ungerecht jemanden deswegen pauschal zu verurteilen und als total herzlos hinzustellen. Sicher so eine Schlagzeile verkauft sich natürlich besser. Doch da macht man es sich viel zu einfach.

      So eine Babyklappe für Tiere finde ich auch klasse und sie sollte sich überall durchsetzen. Denn genau wie sich eine Mutter in einer absoluten Notlage befindet, die ihr Baby in eine solche Klappe legt so ergeht es auch Tierfreunden. Schlimm genug das sich diese Menschen nicht trauen offen damit umzugehen, aber daran können wir alle arbeiten.

      Dieser Artikel soll einfach mal zum nachdenken anregen was hier schief läuft.

      LG Gabi

      Antworten
  • 9. Februar 2018 um 17:03
    Permalink

    Das kostet Geld. 80 euro eine Katze im Tierheim abgeben.

    Antworten
    • 9. Februar 2018 um 17:08
      Permalink

      Ich wollte gerade mal bei uns nachfragen, aber ich erreiche im Moment telefonisch Niemanden.

      Antworten
    • 9. Februar 2018 um 17:16
      Permalink

      hab mein kater speiky in horka abgeben müssen da es einfach mit pieschty nicht mehr ging hab 80 euro bezahlt ,,hab aber mehr gegeben da ich froh war das sie ihn genohmen haben ,,das tierheim horka ist sehr sauber und die leute sehr freundlich ,,,

      Antworten
      • 9. Februar 2018 um 17:18
        Permalink

        So jetzt habe ich jemanden erreicht. Also hier ist es so, dass eine Katze abgeben 50 € kostet. Wenn man eine Katze abholen möchte werden 75 € fällig und bei einem Kater 65 €.

        Dann wurde er dort sicher in ein gutes neues Zuhause vermittelt.

        Antworten

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