Durch das enge Zusammenleben mit unseren Wohnungskatzen kommen sie mitunter auch mit Lebensmitteln in Kontakt. Doch es gibt gefährliche Lebensmittel für Katzen. Deshalb ist es für den Halter wichtig zu wissen, welche das sind. Dadurch verhindert man, dass die Katze unbeabsichtigt vergiftet wird. Und das kann sehr gefährlich werden. Welche Lebensmittel vertragen Katzen nicht?

Welche Lebensmittel vertragen Katzen nicht?

Fisch, Fleisch und Innereien
  • Thunfisch
    Auch wenn Katzen Thunfisch sehr gern mögen, so ist er nicht ganz ungefährlich für sie. Denn Thunfisch ist mit Methylquecksilber belastet. So lange es jedoch bei einer kleinen Menge ohne Öl bleibt, schadet es der Gesundheit der Katze nicht. Von größeren Mengen sollte man jedoch absehen.
  • Rohes Schweinefleisch
    In rohem Schweinefleisch tritt ein Virus auf, der eine stets tödlich verlaufende Krankheit auslösen kann!
  • Leber
    Ein übermäßiger Verzehr von Leber kann zu einer Vitamin-A-Vergiftung führen. Mögliche Folgen können sein Lähmungen, Knochenwucherungen, Gelenkstarre und Verkrüppelungen bis hin zum Tod.
Welche Lebensmittel vertragen Katzen nicht?
Welche Lebensmittel vertragen Katzen nicht?
Getränke
  • Alkohol
    Das man Katzen wie auch Kindern keinen Alkohol gibt sollte eigentlich selbstverständlich sein. Denn sie reagieren darauf mit Bewegungsstörungen. Ihr Körper kann den Alkohol auch nicht so abbauen wie es bei uns der Fall ist. Und das kann zum Tod führen.
  • Kaffee und Tee
    Normalerweise interessieren sich Katzen nicht für unsere Lieblingsgetränke wie Kaffee oder Tee. Und das ist auch gut so. Denn der Genuß würde bei ihnen Herzrasen und Muskelzittern auslösen.
  • Milch und Milchprodukte
    Das Bild von einer kleinen Katze die Milch trinkt ist noch immer in vielen Köpfen. Deshalb geben Halter auch ihrer ausgewachsenen Katze aus Unwissenheit Kuhmilch. Doch die wird von ihnen meist nicht mehr vertragen. Der darin enthaltene Milchzucker (Lactose) ist zwar nicht giftig, aber unverträglich. Dadurch kann es zu Verdauungsproblemen kommen. Die in Supermärkten und Tierhandlungen angebotene spezielle Katzenmilch ist lactosereduziert und absolut verträglich. Außerdem schmeckt sie den meisten Katzen besser als Kuhmilch.
  • Kakao
    siehe Schokolade und Kakao
Obst und Gemüse
  • Avocados
    In der südamerikanischen Frucht ist ein Toxin namens Persin enthalten. Während er für uns völlig ungefährlich ist, kann er bei Haustieren giftig wirken. Sie leiden dann unter Atemnot und Herzmuskelschäden.
  • Auberginen, Tomaten und rohe Kartoffeln
    Auberginen, Tomaten und  rohe Kartoffeln enthalten einen Giftstoff der vor allem in Nachtschattengewächsen zu finden ist. Und das ist Solanin. Deshalb sollten diese Lebensmittel nicht roh verfüttert werden. Da dieser Stoff auch in den Schalen von Kartoffeln enthalten ist, sollten sie nur gekocht und geschält gegeben werden. Bei Tomaten sind besonders die grünen Stellen reich an Solanin. Deshalb Tomaten auch nur im gekochten Zustand füttern. Ansonsten reagieren Katzen mit Erbrechen und Durchfall.
  • Weintrauben und Rosinen
    Was für uns gesund ist kann unseren Katzen schaden. Obst wie Weintrauben und die daraus gewonnen Rosinen führen bei Katzen zu Durchfall, Erbrechen und Nierenversagen. Was genau diese Symptome auslöst ist jedoch nicht bekannt.
  • Kohl und Hülsenfrüchte
    Bohnen, Kohl, Erbsen und Linsen sind für die Katze unverdaulich und sie bekommen davon Blähungen.
  • Knoblauch, Zwiebeln und Schnittlauch
    Die in Speisezwiebeln enthaltenen Schwefelverbindungen zerstören die roten Blutkörperchen der Katze. Ebenso ungeeignet sind Knoblauch und Schnittlauch. Denn die enthaltenen Sulfide sind für die Katze giftig.
  • Steinobst
    Die Kerne von Steinobst wie z.B. Pflaumen, Aprikosen oder Kirschen enthalten giftige Blausäure.
Süßigkeiten
  • Schokolade und Kakao
    In Kakao ist ein Stoff namens Theopromin enthalten. Dieser Stoff ist äußerst giftig und lebensgefährlich für Katzen. Deshalb ist auch Schokolade, die Kakao enthält, für Katzen gefährlich.
  • Süßigkeiten
    Der in Süßigkeiten wie Bonbons, aber auch in Zahnpasta und verschiedenen Backwaren enthaltene Zuckeraustauschstoff Xylitol kann bei Katzen zu Leberversagen führen.
Sonstiges
  • Teebaumöl
    Dieses ätherische Öl wird gemeinhin als ungefährlich angesehen. Doch das ist ein Irrtum. Bei Katzen wird es mitunter zur Bekämpfung von Flöhen eingesetzt. Aber das ist gefährlich. Die in Teebaumöl enthalten Stoffe reichern sich im Körper der Katze an und können nicht abgebaut werden. Das kann im schlimmsten Fall zum Tode führen.
  • Tabak
    Das Tabak wie auch Nikotin nichts für Katzen sind dürfte jedem Katzenhalter klar sein. Wer also seine Zigaretten selbst rollt, sollte den Tabak stets sicher aufbewahren. Frisst die Katze ihn kann das je nach Menge tödlich für sie enden. Auch auf Aschenbecher ist hier ein Augenmerk zu legen.
  • Nüsse
    Der Verzehr von Macadamianüsse kann zu Schäden am Magen-Darm-Trakt, Muskeln und Nervensystem führen. Walnüsse können auf der Schale mit einem Pilz der den Giftstoff Roquefortin enthält befallen sein. Und dieser kann zu Vergiftungserscheinungen führen bis hin zum Tod.
Welche Lebensmittel vertragen Katzen nicht? Walnüsse
Welche Lebensmittel vertragen Katzen nicht? Walnüsse

Wie die Auflistung zeigt, gibt es eine ganze Menge an schädlichen und giftigen Lebensmitteln für Katzen. Welche Lebensmittel vertragen Katzen nicht? Darüber wissen wir nun mehr. Deshalb sollten diese Lebensmittel auch weder gefüttert werden noch frei für die Katze zugänglich sein. Und auch wenn die Liste viele verbotene und ungesunde Lebensmittel für Katzen enthält, so erhebt sie keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Wie erkenne ich eine Vergiftung bei Katzen?

Kommt die Katze mit einem giftigen Stoff in Berührung kann das je nach Art und Menge des Giftes zu unterschiedlichen Symptomen führen. Die Anzeichen einer Vergiftung bei Katzen können dabei unterschiedlich sein. Jede Verhaltensauffälligkeit kann hier ein Hinweis sein.

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Zittern
  • Krämpfe
  • Übergeben
  • enge oder erweiterte Pupillen
  • unsicherer Gang
  • Benommenheit
  • erhöhter Speichelfluss
  • Schwäche
  • Bewusstlosigkeit
  • Lähmungen

Vergiftung bei Katzen was tun?

Hat man den Verdacht, dass eine Vergiftung bei der Katze vorliegt, sollte man zunächst versuchen die Ruhe zu bewahren. Das ist sicher leichter gesagt als getan.

Von Experimenten rate ich in so einem Fall dringend ab. Versuche also nicht eine Vergiftung der Katze selbst zu behandeln. Das kann ihren Zustand unter Umständen noch verschlimmern.

Stattdessen sollte man sofort den Tierarzt oder eine Tierklinik in der Nähe aufsuchen oder dort umgehend anrufen. Das geschulte Personal kann den Ernst der Lage viel besser einschätzen als man selbst.

Deshalb sollte man bei einem Anruf auch gleich nach geeigneten erste Hilfemaßnahmen fragen. Dafür ist es notwendig dem Tierarzt die Symptome so genau wie möglich zu schildern. Unter Umständen kennt man auch den Auslöser oder hat eine Vermutung.

Je länger ein Gift einwirken kann, desto größer können die Folgeschäden sein. Deshalb ist es wichtig sofort zu reagieren und ärztliche Hilfe so schnell wie möglich in Anspruch zu nehmen.

Welche Lebensmittel vertragen Katzen nicht? Fazit

Leider kann man sich bei unseren Wohnungskatzen nicht darauf verlassen, dass sie schädliche Lebensmittel instinktiv meiden. Ihr Spieltrieb und ihre Neugier stehen dem manchmal entgegen. Denn was wir essen, erregt unter Umständen auch die Neugier unserer Wohnungskatzen.

Deshalb ist es als Katzenhalter wichtig diese Gefahrenquellen zu kennen und zu vermeiden. Zum Wohle unserer Katzen. Neben den aufgelisteten Lebensmitteln gehören auch stark gewürzte und gesalzene Speisen sowie Geräuchertes nicht auf den Speiseplan unserer Samtpfoten.

Außer Lebensmitteln können auch Zimmerpflanzen für Katzen zur Gefahr werden. Mehr über giftige Pflanzen für Katzen und andere Gefahren im Haushalt finden sich im Artikel So wird die Wohnung katzensicher.

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Besteht der Verdacht das eine Vergiftung der Katze vorliegt, dann lieber einmal mehr beim Tierarzt anrufen als einmal zu wenig.

 

Welche Lebensmittel vertragen Katzen nicht?

6 Gedanken zu „Welche Lebensmittel vertragen Katzen nicht?

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