Erinnerst du dich noch an meine Zufallsbegegnung mit dem imposanten Segelfalter? Lass uns noch einmal in die faszinierende Welt der Schmetterlinge eintauchen. Denn ich habe neue Fotos von meinen Spaziergängen mitgebracht.



Schmetterlinge

Ich sehe was, was du nicht siehst

Seit dieser Begegnung habe ich wohl instinktiv die Augen offener gehalten. Denn von nun an sah ich in meiner Wohngegend immer mehr Schmetterlinge. Das war schon ein bisschen crazy. Denn während ich sie (nun) sah, blieben sie für Andere offensichtlich verborgen.

Und genauso schauten mich die vorbei laufenden Passanten dann auch an, wenn ich stehen blieb mit dem Handy oder Fotoapparat in der Hand und sie nicht sahen warum. Was treibt sie da werden sie sich dann wohl gefragt haben.

Kennst du noch das uralte Kinderspiel ich sehe was, was du nicht siehst? Genau das fiel mir in dem Moment ein und ich musste unwillkürlich schmunzeln. Im Alltag hetzten wir von A nach B und nehmen oft nicht mehr wahr, was um uns herum Wundervolles geschieht. Aber ich nahm es wahr und wie.



Blaue Schmetterlinge

Zuerst war es ein kleiner blauer Schmetterling der mitten auf dem Weg vor mir gesessen haben muss. Doch erst als er anfing zu flattern, konnte ich ihn überhaupt sehen. Ich hatte Mühe ihn mit den Augen zu folgen, denn sein Flug war äußerst hektisch.

Aber mit Geduld gelang es mir. Und als er sich wieder auf den Weg setzte bekam ich mein Foto. Es war schon unglaublich wie der Bläuling förmlich mit dem Untergrund verschmolz. Seine Außenflügel waren grau-blau und seine Innenflügel deutlich blau.

Bläuling mitten auf dem Weg
Bläuling mitten auf dem Weg

Die sah man aber nur im Flug. Wenn er sich setzte und seine Flügel zusammen klappte war er fast unsichtbar. Ich entdeckte dann in den umliegenden Büschen noch mehr von ihnen. Und so konnte ich noch diese Fotos machen.

Noch mehr Schmetterlinge. Bläuling im Busch am Wegesrand.
Noch mehr Schmetterlinge. Bläuling im Busch am Wegesrand.
... und noch einer
… und noch einer

 

Braune Falter

Als ich ein paar Tage später wieder einmal unterwegs war, entdeckte ich einen braunen Schmetterling an einer Baumrinde. Das ich ihn überhaupt sah, grenzt schon an ein Wunder. Denn auch er tarnte sich perfekt. Damit du ihn besser sehen kannst, habe ich ihn auf dem Foto umrandet.

Schmetterling am Baum. Waldportier
Schmetterling am Baum. Waldportier

Kaum hatte ich das Foto gemacht war er auch schon wieder weg. Für ein zweites Foto bekam ich also keine Gelegenheit mehr. Nach meiner Recherche müsste es ein weißer oder großer Waldportier gewesen sein.

Wenn ich richtig liege, dann steht er auf der roten Liste und ist somit bei uns stark gefährdet. Weiter des Weges sah ich dann am selben Tag tatsächlich noch einen braunen Schmetterling in den Büschen sitzen.

Ochsenauge. Noch mehr Schmetterlinge an diesem Tag.
Ochsenauge. Noch mehr Schmetterlinge an diesem Tag.

Das muss wirklich mein Glückstag gewesen sein. Nach meinen Recherchen müsste es ein Ochsenauge gewesen sein, der sich da sonnte. Leider kenne ich mich mit der Materie einfach noch zu wenig aus.

Sollte ich also irgendwo daneben liegen, dann hilf mir doch bitte bei der Bestimmung und schreibe die Korrektur in die Kommentare. Ich wäre dir sehr dankbar dafür.



Schmetterlinge. Meister der Tarnung

Durch meine Beobachtungen habe ich eines über Schmetterlinge gelernt. Sie sind nicht nur wunderschön anzuschauen, sondern auch Meister der Tarnung. Und das macht durchaus Sinn, denn es schützt sie vor ihren natürlichen Fressfeinden.

Und so geschah es mehr als einmal, dass ich abrupt stehen blieb, weil sich urplötzlich wie aus dem Nichts einer direkt vor mir zeigte.

Um sie zu sehen muss man seine Umgebung schon sehr bewusst wahrnehmen. Und wenn man Glück hat, dann lassen sie sich auch fotografieren. Ich habe auch noch weiße Schmetterlinge gesehen. Doch ein Foto gelang mir bisher von ihnen nicht.

 

Hilfe für Insekten

Das war jetzt mal ein Ausflug in eine andere spannende Tierwelt. Es war für mich immer eine große Freude, wenn ich die Schmetterlinge nicht nur sah, sondern sie auch fotografieren konnte. Doch diese Welt ist bedroht. Aber es gibt auch Hoffnung, denn jeder von uns kann etwas tun.


Das große Insektensterben (Taschenbuch)
Für weitere Infos klicke auf das Bild.

Wer einen Garten hat kann den Insekten helfen, indem er einen Teil seines Rasens in eine Wildblumenwiese umwandelt. Anleitungen dafür gibt es auch auf YouTube. Und vielleicht kannst du dann schon bald Schmetterlinge im eigenen Garten beobachten.

Aber auch auf dem Balkon kann man mit möglichst vielfältigen bienenfreundlichen Pflanzen etwas dazu beitragen. Für den Einstieg in dieses wichtige Thema habe ich dir die folgenden sehr sehenswerten Videos heraus gesucht. Du kannst sie kostenlos auf YouTube ansehen.

Käfer, Biene, Schmetterling – Natur faszinierend und bedroht (SWR Doku, 45 min)
Geheimnisse des Naturgartens (NDR Doku, 28 min)
Eine Bienenwiese anlegen in vier Schritten (6 min)


Schmetterlinge. Meister der Tarnung
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4 Kommentare zu „Schmetterlinge. Meister der Tarnung

  • 5. Oktober 2020 um 8:17
    Permalink

    Jaaa, man entwickelt mit der Zeit einen Blick dafür, wenn man sich mit ihnen näher beschäftigt. :-)
    Wie oft bin ich schon gefragt worden “Was fotografieren Sie denn da ?” und ich hab mich gefragt, ob das nicht offensichtlich ist. Aber nein, die Leute sehen die Dinge tatsächlich heute nicht mehr. Leider !

    LG Frauke

    Antworten
    • 5. Oktober 2020 um 15:40
      Permalink

      Die Erfahrung habe ich auch gemacht. Mich hat zwar bisher noch Niemand direkt angesprochen, aber ich sehe die Frage förmlich in ihren Augen :nick: . Ist wohl nur noch eine Frage der Zeit.
      Ja, ich finde es auch sehr schade…

      LG Gabi

      Antworten
  • 24. September 2020 um 15:47
    Permalink

    Ich liebe Schmetterlinge und sie können auch irgendwie süchtig machen :D … der Bläuling .. müsste eine Faulbaum-Bläuling sein, beim zweiten .. tippe ich auf Weißer Waldportier 😉 .. und der letzte ist sogar ein Rotbraunes Ochsenauge 🦋

    Antworten
    • 24. September 2020 um 16:00
      Permalink

      Hallo liebe Sandra,
      ja das stimmt sie machen irgendwie süchtig. Vielen Dank für deine nähere Bestimmung. Dann habe ich ja richtig recherchiert. So langsam wird es auch besser und ich lerne dazu ;-) :nick: .

      LG Gabi

      Antworten

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