Katzen Gesundheit
Katzen Gesundheit

Katzenkinder entzücken einfach jeden Katzenfreund. Doch was wird aus ihnen, wenn sie erwachsen sind? Tierheime können ein Lied davon singen. Um das Katzenleid nicht noch mehr zu verschlimmern sind Maßnahmen zur Geburtenkontrolle notwendig. Kastration oder Sterilisation bei Katzen?

So manchem Katzenhalter ist der Unterschied nicht ganz klar. Doch das ist wichtig, um die richtige Entscheidung für seine Katzen zu treffen. 

 

Kastration oder Sterilisation bei Katzen. Der Unterschied

Die Kastration

Bei einer Kastration werden die Keimdrüsen komplett entfernt. Man kastriert also beide Geschlechter. Denn beim Kater werden die Hoden entfernt und bei der Katze die Eierstöcke. Dadurch werden die Tiere unfruchtbar. Außerdem wird auch die weitere Produktion von Geschlechtshormonen unterbunden.

 

Die Sterilisation

Bei der Sterilisation hingegen ist das Ziel nur die Unfruchtbarkeit. Denn sowohl die Hoden beim Kater als auch die Eierstöcke bei der Katze bleiben erhalten. Es werden lediglich die Samen- bzw Eileitern der Tiere durchtrennt. Eine Befruchtung kann so zwar nicht mehr stattfinden, aber der Fortpflanzungstrieb bleibt erhalten. Und das ist der Unterschied.

 

Kastration oder Sterilisation bei Katzen. Der Zeitpunkt

Ob Kastration oder Sterilisation bei Katzen der Eingriff sollte etwa mit dem Eintreten der Geschlechtsreife durchgeführt werden. Diese zeigt sich bei Katzen durch die Rolligkeit und bei Katern durch übelriechenden Urin und Reviermarkierungen im Alter von etwa 5 bis 6 Monaten. Manche Tierärzte befürworten auch eine Frühkastration.

Kastration oder Sterilisation bei Katzen. Die rollige Katze
Kastration oder Sterilisation bei Katzen. Die rollige Katze

 

Kastration oder Sterilisation bei Katzen. Der Eingriff

Ganz egal ob man sich für eine Kastration oder Sterilisation entscheidet für beide Operationen muss vorher beim Tierarzt ein Termin vereinbart werden. Da beide Eingriffe unter Vollnarkose stattfinden, dürfen die Katzen 12 Stunden vor dem Eingriff kein Futter mehr bekommen. Deshalb sollte es auch weggestellt werden. Das Wasser kann hingegen stehen bleiben.

Außerdem sollte dem Tierarzt eine Rolligkeit mitgeteilt werden. Er wird dann den richtigen Zeitpunkt für den Eingriff bestimmen. Es handelt sich in beiden Fällen um einen Routineeingriff der beim Kater einfacher ausfällt als bei der Kätzin. Bei ihr ist er aufwändiger, da die Bauchdecke geöffnet werden muss. Das schlägt sich auch in den Kosten und bei der Genesung nieder.

 

Kastration oder Sterilisation bei Katzen. Nach dem Eingriff

Nach dem Eingriff sind die Katzen von der Narkose noch einige Zeit benommen. Um Unfälle durch abstürzen zu vermeiden bettet man den kleinen Patienten daher am besten auf dem Boden. Stelle deiner Katze auch einen Wassernapf und das Katzenklo in die Nähe. An Fressen hat sie zu dieser Zeit meist kein Interesse.

Beim Kater geht die Erholung nach meiner Erfahrung ziemlich schnell. Schon am nächsten Tag nach der Kastration merkt man kaum noch etwas vom Eingriff. Bei meiner Katze hat es dagegen schon deutlich länger gedauert wie ich im Erfahrungsbericht zur Kastration berichtet habe. Aber das ist ja auch verständlich und kein Grund zur Sorge.

Kastration Katze weiblich nach dem Eingriff
Kastration Katze weiblich nach dem Eingriff

Bei mir ist es zwar nie passiert, aber es kann durchaus vorkommen, dass die Katzen danach zunehmen. Dann muss die Futtermenge angepasst also reduziert werden. Denn der Stoffwechsel der Katzen stellt sich nun um. Es gibt aber auch spezielle Futtersorten für kastrierte Katzen im Handel, die dann gegeben werden können.

 

Kastration oder Sterilisation bei Katzen. Was ist besser?

Für mich stand es von Anfang an fest, dass ich alle meine Katzen stets kastrieren lasse. Und das empfehlen auch die meisten Tierärzte und Tierschützer. Durch beide Maßnahmen erreicht man, dass kein ungewollter Nachwuchs entsteht.

Aber nur durch eine Kastration wird auch der Sexualtrieb unterbunden. Dadurch haben die Tiere weniger Stress und werden insgesamt ausgeglichener. Die Kätzin leidet nicht unter dem Stress einer Dauerrolligkeit und der Kater kämpft nicht mehr und markiert auch die Wohnung nicht.

Außerdem wurde festgestellt, dass Katzen auch gesundheitlich von einer Kastration profitieren. Denn auch bestimmte geschlechtsspezifische Krankheiten können nun nicht mehr auftreten. Zudem habe sie dadurch eine höhere Lebenserwartung.

Bei einer Sterilisation wird hingegen nur der ungewollte Katzennachwuchs verhindert.

Sollte dir eine Entscheidung ob Kastration oder Sterilisation bei Katzen dennoch schwer fallen, dann wende dich an den Tierarzt deines Vertrauens. Jeder gute Tierarzt wird dir bei der Entscheidungsfindung gern behilflich sein.

 

Kastration oder Sterilisation bei Katzen. Deine Meinung?

Wonach hast du entschieden, ob deine Katzen kastriert oder sterilisiert werden soll? Und wie haben deine Katzen den Eingriff überstanden? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

 

Kastration oder Sterilisation bei Katzen?
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2 Gedanken zu „Kastration oder Sterilisation bei Katzen?

  • 14. September 2018 um 7:36
    Permalink

    Hallo Gabi,
    eigentlich ist es doch schlimm, dass der Begriff Sterilisation bei der Kätzin immer noch auftaucht. …
    Wir hatten bei unserer Allegra damals aus Unwissenheit leider viel zu lange mit der Kastration gewartet, da bei der kleinen Maus und ihr der Eingriff am gleichen Tag stattfinden sollte. Allegra war fast 2 Monate älter und noch dazu frühreif, während sich die erste Rolligkeit bei der Maus erst im Alter von einem Jahr ganz zaghaft zeigte. Allegra hatte deswegen 2x die Katzenpille bekommen (die Einnahme der Pille war wahrscheinlich ein ‘guter’ Grundstein für ihre spätere Diabetes-Erkrankung). Bis zum Eingriff – im Alter von 14 Monaten, war Allegra etwa 3x rollig und bei der OP musste der Tierarzt feststellen, dass ihre Gebärmutter schon stark vergrößert war. Es war also höchste Zeit.
    Daher bin ich immer wieder entsetzt, wenn ich mir die Kleinanzeigen im Tiermarkt anschaue, wenn unkastrierte Hausdamen im Alter von 2 oder gar 4 Jahren aus angeblich persönlichen Gründen abgegeben/angeboten werden. Mag sein, dass diese Kätzinnen erst recht spät geschlechtsreif wurden, aber wahrscheinlich sind die meisten von ihnen dann dauerrollig und dem entsprechend zu nervig.
    Und bei Katern kann ich mir gar nicht vorstellen, dass sie nur sterilisiert werden. Sind das Kostengründe? Vor allem bei Freigängern muss man sich doch dann nicht wundern, wenn sie sich ständig in Revierkämpfe verwickeln oder auf der Suche nach einer rolligen Dame überfahren werden. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass es viele Tierärzte gibt, die nur sterilisieren.

    Unsere 3 Mädchen hatten ihren Termin alle im Dezember 2017 – im Alter von 6 bzw. 4 Monaten. Mir scheint, sie sind im Vergleich zu Maus & Allegra noch etwas kindlicher und ihr Wachstum erscheint etwas gebremst. Bei Feala – der Jüngeren, gab es Probleme mit der passenden Dosierung der Narkose. Und bei Finja hatten wir das Gefühl die erste Rolligkeit war fast schon im Anmarsch. Nach diesen Erfahrungen mit Katzen und Katern würde ich das nächste Mal nach der ersten Rolligkeit bzw. dem ersten Markieren kastrieren lassen. Aber Kitten kommen mir nach unserem Trio-Infernale nun nicht mehr ins Haus. Die waren als Katzenkinder echt anstrengend ;-)
    LG Silke

    Antworten
    • 14. September 2018 um 18:12
      Permalink

      Hallo Silke,
      oh ja über solche Anzeigen bin ich auch schon gestolpert und habe nicht schlecht gestaunt. Für mich war es von Anfang an klar, dass ich alle meine Katzen kastrieren lasse. Ich weiß aber auch, dass so mancher Katzenfreund damit ein Problem hat. Warum weiß ich allerdings nicht so recht.

      LG Gabi

      Antworten

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