Wohnungskatzen
Wohnungskatzen

Als ich vor einiger Zeit wieder einmal im Buchladen stöberte, fiel mit die Katzen Clicker-Box auf. Clickern mit Katzen was ist das überhaupt, wozu brauche ich das und wie funktioniert das Clickertraining?

Da ich darauf sowieso schon neugierig war, nahm ich sie schließlich mit. Denn ich wollte das Clickertraining mit meiner Katze auszuprobieren. Falls du davon noch nie etwas gehört hast, dann führe ich dich nun Schritt für Schritt in dieses spannende Thema ein. 

 

Was ist Clickertraining?

Durch das Clickertraining lassen sich bestimmte Verhaltenweisen der Katze an- oder abgewöhnen oder man kann ihr damit auch Tricks beibringen. Dabei arbeitet diese Trainingsmethode  ganz ohne Zwang und mithilfe von positiver Verstärkung. Dafür wird ein Clicker als Signal benutzt. Das ist ein Knackfrosch dessen Geräusch die Katze dann mit einer Belohnung verbindet. Unmittelbar nach dem Click gibt es für sie ein Leckerli.

Durch das Clickertraining wird die Katze geistig gefordert und muss selbst aktiv mitmachen. Und recht schnell lernt sie das sie den gewünschten Click selbst auslösen kann und somit unter Kontrolle hat. Dies führt dazu, dass schon durch den Click allein das Glückshormon Dopamin im Belohnungszentrum ihres Gehirns ausgeschüttet wird.

Das Clickern mit Katzen stärkt die Katze-Mensch-Beziehung und wirkt gegen Langeweile und Unterforderung der Katze. Und gerade Wohnungskatzen profitieren davon. Denn es gibt zahlreiche Möglichkeiten sie mit dem Clickertraining zu fordern.

 

Clickern mit Katzen. Die Vorbereitungen

Für das Clickertraining braucht man zunächst natürlich eine Katze, des weiteren einen Clicker, eine Anleitung für die verschiedenen Übungen und Leckerlis zur Belohnung.

Als Leckerlis eignet sich besonders in der Anfangsphase alles was die Katze besonders gern mag und schnell gefressen werden kann. Denn zu langes Kauen unterbricht die Übungen und die Konzentration lässt nach. Deshalb sollten sie in kleinen Stückchen bereit liegen. Einen Clicker, Übungskarten und ein Begleitheft findet man in der Katzen Clicker Box.

Clickern mit Katzen. Die Katzen Clicker Box und ihre Bestandteile
Clickern mit Katzen. Die Katzen Clicker Box und ihre Bestandteile

Die Übungskarten sind in drei verschiedene Farben unterteilt. Grüne Karten enthalten die Clicker Basics wie zum Beispiel auf den Namen hören oder Körperkontakt tolerieren. Die gelben Karten beinhalten Erziehungsübungen wie das Transportkorb Training oder den Kratzbaum benutzen. Und die blauen Karten geben Anleitungen für verschiedene Tricks die man seiner Katze beibringen kann.

Das Begleitheft gibt eine Einführung in das Thema Clickern mit Katzen und erläutert den Umgang mit den Übungskarten. Außerdem enthält es eine Auflistung sämtlicher Übungen sowie ein Trainingstagebuch.

 

Clickern mit Katzen. Erste Schritte

Zunächst muss die Katze auf das Clickgeräusch konditioniert werden. Das heißt sie muss nun erst einmal lernen, dass sie nach dem Click eine Belohnung bekommt. Während der Übung spricht man möglichst wenig mit der Katze und starrt sie auch nicht unentwegt dabei an. Wie auch beim spielen wählt man dafür einen Zeitpunkt wo die Katze wach und aktiv ist.

Beim ersten Click schaute mich meine Katze zunächst neugierig an, weil dieses Geräusch für sie völlig unbekannt war. Unmittelbar nach jedem Click erhielt sie ein Leckerli. Bis sie den Zusammenhang verstanden hatte, musste ich diese Übung ein paar Mal wiederholen. So eine einzelne Trainingseinheit sollte nicht länger 2 bis 3 Minuten andauern.

Nachdem die ersten Übungen absolviert waren wiederholten wir das zunächst am nächsten Tag noch einmal. Mit Erfolg denn Ronja hatte schnell verstanden das Click = Belohnung bedeutet. Überpüfen kann man das indem man clickt und kurz wartet. Schaut die Katze uns nun erwartungsvoll an hat sie den Zusammenhang verstanden. Das ging bei uns recht schnell. Ab jetzt kann man mit den Übungen beginnen.

 

Clickern mit Katzen. Tricks beibringen “Gib 5”

Ich entschied mich nach dem Durchsehen der Karten für den Trick High Five also gib 5 (Karte 22) und war gespannt wie schnell sie es lernen würde. Bei dieser Übung hebt die Katze ihre Pfote gegen die erhobene Hand ihres Menschen.

Zunächst setzt oder bittet man seine Katze für diese erste Übung auf eine erhöhte Ebene. Bei uns war der Übungsplatz wieder der Kratzbaum. Dann nahm ich ein Leckerli in die Hand, ließ sie daran schnuppern und bewegte meine Hand nun langsam in die Höhe. Sobald die Katze auch nur die geringsten Anstalten macht ihre Pfote zu heben, clickt man und gibt ihr das Leckerli. Das wiederholt man nun einige Male.

Schließlich belohnt man die Katze für eine höheres Anheben der Pfote und kommt dem Ziel nun immer näher. Das Ziel ist erreicht, wenn man die Hand in Kopfhöhe vor sie hält und die Katze sie dann berührt. Beim Signalwort wie bei uns “Gib 5” hebt Ronja nun von allein ihre Pfote und berührt meine vorgehaltene Hand.

Als erste Steigerung zu diesem Trick überlegte ich mir, dass sie auf mein Signal hin eine bestimmte Pfote heben sollte. Das steht auf keiner Karte. Ich berührte also eine Pfote kurz und sobald sie diese hob wurde direkt geclickt und belohnt. Auch das verstand Ronja ziemlich schnell, so dass wir zu Schritt 3 übergehen konnten.

Nun sollte sie beide Vorderpfoten heben und dann meine Hand berühren. Wieder fingen wir langsam und schrittweise damit an. Ich hielt also meine Hand über ihrem Kopf und belohnte sie sobald sie beide Pfoten hob bis sie sich schließlich ganz erhob.

Die Fotos wurden von mir selbst während einer dieser Übung gemacht. Wie du dir vorstellen kannst war das nicht so einfach und deshalb sind sie auch nicht ganz so optimal. Jedoch veranschaulichen sie die Übungen.

 

Clickern mit Katzen. So clickerst du richtig

  • Grundregel Nummer 1: Die Katze muss freiwillig und gern mitspielen. Deshalb ist der richtige Zeitpunkt wichtig. Das ist meist dann der Fall, wenn sie wach ist und spielen möchte. Bemerkst du das sie gerade keine Lust hat breche die Übung ab und zwinge sie zu nichts.
  • Jegliche Art von Ablenkungen wie ein laufender Fernseher, das Radio o.ä. sind während der Übungen ausgeschalten. So kann sich die Katze besser konzentrieren.
  • Übe zunächst einige Male den Umgang mit dem Katzen Clicker um das Timing zu beherrschen. Der Click erfolgt immer unmittelbar nach der gewünschten Aktion und anschließend die zügige Leckerligabe.
  • Eine Selbstbedienung von Seiten der Katze ist dabei tabu. Die Leckerlis bekommt sie ausschließlich von uns.
  • Beginne langsam und steigere die Übungen schrittweise. Und habe Geduld wenn deine Katze etwas langsamer lernt. Wiederhole und festige das Erlernte.
  • Spreche während einer Übung möglichst wenig mit deiner Katze. Lediglich das eingeübte Signalwort sollte dann fallen.
  • Kurze aber regelmäßige Übungseinheiten von 2 bis 5 Minuten können über den Tag verteilt mehrmals wiederholt werden.
  • Wechsele die Übungsorte damit sie deine Katze nicht mit einem bestimmten Übung verbindet.
  • Passe das Lerntempo an die Bedürfnisse deiner Katze an. So bleibt sie auch mit Spaß am Ball.
  • Katzen mögen es nicht angestarrt zu werden. Deshalb vermeide es sie während der Übungen lang anhaltend anzuschauen.
  • Das Clickertraining ist auch mit mehreren Katzen möglich. Dafür sollte man zunächst einzeln die Konditionierung üben. Danach kann auch gemeinsam trainiert werden.
  • Auch mit jungen Katzen ab einem Alter von etwa vier Monaten lässt sich schon clickern.

 

Clickern mit Katzen. Unser Fazit

Mit Katzen clickern ist eine tolle Möglichkeit seine Wohnungskatzen zu fordern und ihnen Tricks beizubringen. Aber auch Erziehungsmaßnahmen also das an- oder abgewöhnen bestimmter Verhaltensweisen lassen sich mit dem Clickertraining schulen.

Nützlich sind auch Übungen für eine entspannte medizinische Untersuchung beim Tierarzt oder das Transportkorbtraining die ebenfalls in der Katzen Clicker Box zu finden sind.

Katzen Clicker-Box
Katzen Clicker-Box

Wir haben sie getestet, für gut befunden und können dir nur wärmstens empfehlen es einmal auszuprobieren.

Den ersten Teil der Übung “Gib 5” konnte klein Ronja bereits am zweiten Tag. Sie ist begeistert bei der Sache und wir werden hier sicher noch weiter über das Thema und ihre Fortschritte berichten.

Denn das Clickertraining mit der Katzen Clicker-Box macht uns beiden großen Spaß.

 

Clickern mit Katzen. Click für Click zum Katzenglück
Markiert in:             

6 Gedanken zu „Clickern mit Katzen. Click für Click zum Katzenglück

  • 11. Mai 2017 um 13:52
    Permalink

    *haha* die Clickerbox habe ich auch.

    Nur meine eigene Motivation lässt zu wünschen übrig.
    Hattet ich letztens noch zu jemand anderes gesagt, dass ich das mit Finni machen muss. Der ist ja voll ‘the Brain’ :D

    Ich werde berichten :)

    LG
    Marlene

    Antworten
    • 12. Mai 2017 um 16:06
      Permalink

      Na dann nix wie anfangen. Du wirst sehen das es euch beiden Spaß macht. Das ist schon schön, wenn die Katzis kleine Kunststücke können. Meine Ronja macht das total gern mit.

      LG Gabi

      Antworten
  • 5. Mai 2017 um 10:46
    Permalink

    Ich glaube, Clickern macht beiden Spaß, Menschen und Katzis :) Und es ist, grad wenn man selber berufstätig ist, eine schöne Möglichkeit, mit seinem Tierchen zu interagieren. Bei Wallee haben wir ohne Clickern schon das mit dem “Gimme 5” erreicht :) Aber ich glaube, das ist was ganz individuelles. Ich hab ein schönes Buch, in dem etliches an Übungen steht, um seine Katze zu fordern und sich selbst mit der Katze zu beschäftigen, das ist grad was für die Zeit, wenn ihn seine eigenen Spielchen langweilen ;-)

    Und mal ganz ehrlich, stolz ist man doch auch, wenn der Tiger was gelernt hat, oder? :)

    Antworten

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