Du möchtest eine Katze anschaffen und hast erfahren, dass in deiner Nähe Bauernhofkatzen abzugeben sind. Und nun fragst du dich soll ich ein Kätzchen holen? Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten, denn es gibt dabei einiges zu beachten.

Zunächst solltest du dich nicht vom Anblick der zuckersüßen Bauernhofkatzen hinreißen lassen und sie gleich mit nach Hause nehmen. Nimm dir lieber etwas Zeit, um darüber nachzudenken.

Bauernhofkatzen. Soll ich so eine Katze anschaffen?
Bauernhofkatzen. Soll ich so eine Katze anschaffen?



Bauernhofkatzen. Das musst du wissen

Katzen vom Bauernhof sind oft ein Überraschungspaket. Denn selbst auf Nachfrage bekommt man nur selten Auskünfte über den Nachwuchs, weil sich niemand um die Kätzchen kümmert.

Und daran erkennst du auch schon, dass Katzen vom Bauernhof sich selbst überlassen werden und somit auch kaum Kontakt zu Menschen haben. Und das wiederum sorgt dafür, dass sie zunächst mehr oder weniger scheu sind.

Solche Bauernhofkatzen vermehren sich zudem meist unkontrolliert, denn eine Kastration hält man auf dem Land oft für überflüssig ebenso wie eine allgemeine tiermedizinische Versorgung. Deshalb musst du damit rechnen, dass die Kätzchen krank sind und allerlei Ungeziefer wie zum Beispiel Flöhe haben.

Bauernhofkatzen. Das musst du wissen
Bauernhofkatzen. Das musst du wissen

Darüber hinaus sind Bauernhofkatzen an Freigang gewöhnt und somit nur schwer an eine reine Wohnungshaltung zu gewöhnen. Wenn du also mit dem Gedanken spielst eine Katze vom Bauernhof aufzunehmen, dann solltest du ihr auch einen gesicherten Freigang ermöglichen können. Denn sonst kann es echte Probleme geben.

Puh, das klingt jetzt nicht gerade verheißungsvoll wirst du nun vielleicht denken. Aber ich möchte dich mit den Fakten der Bauernhofkatzen konfrontieren, damit du genau weisst worauf du dich einlässt.



Bauernhofkatzen. Der Abgabetermin

Nicht selten werden Bauernhofkatzen bereits in einem Alter von 6 oder 8 Wochen und damit viel zu jung abgegeben. Besser ist es wenn du dein Kätzchen erst in einem Alter von 12 oder 13 Wochen zu dir holst. Frage also genau nach wie alt die Kätzchen sind.


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Bauernhofkatzen. Tipps für den erfolgreichen Start

Bevor dein Kätzchen nun bei dir einzieht sollte die Grundausstattung falls nicht schon vorhanden angeschafft werden sowie natürlich ein kleiner Vorrat an Futter und Katzenstreu. Abholen solltest du dein Kätzchen immer in einer sicheren Katzen Transportbox.


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Zunächst sollte der erste Weg aus den bereits beschriebenen Gründen direkt zum nächsten Tierarzt führen. Er wird dir dann ganz genau darüber Auskunft geben wie es um den Gesundheitszustand deiner Bauernhofkatze bestellt ist. Dabei kannst du dann mit ihm auch gleich die nächsten Schritte besprechen.

Zuhause angekommen ist es wichtig dem mehr oder weniger scheuen Kätzchen alle Zeit zu geben, die es zum eingewöhnen braucht. Öffne also die Transportbox und warte bis das Kätzchen von allein heraus kommt. Benimm dich ansonsten wie immer, damit deine neue Katze den ganz normalen Alltag mit all den üblichen Geräuschen kennen lernt.

Bauernhofkatzen. Tipps für den erfolgreichen Start
Bauernhofkatzen. Tipps für den erfolgreichen Start

Auch wenn ich eingangs davon gesprochen habe, dass du ihr Auslauf gewähren sollst so ist es ratsam, dass erst nach etwa vier Wochen zu tun. Denn so hat deine Katze Zeit sich an ihr neues Zuhause zu gewöhnen und läuft nicht bei erster Gelegenheit in ihr altes Zuhause zurück.



Bauerhofkatzen. Fazit

Bauerhofkatzen stellen aus den genannten Gründen auf dem Land leider oft ein Problem dar, weil es einfach zuviel Nachwuchs gibt. Um dem Herr zu werden, werden sie im besten Fall vermittelt und oft kostenlos abgegeben oder landen im Tierschutz. Ansonsten steht ihnen eine ungewisse Zukunft bevor.

Wenn man mit den Gedanken spielt Bauernhofkatzen ein liebevolles Zuhause zu schenken, dann ist es wichtig zu wissen, worauf man sich einlässt. Hast du dich dazu entschlossen, dann überlege dir doch auch, ob du eine Katze oder zwei aufnimmst. Denn das erleichtert auch das Eingewöhnen.

Warte geduldig bis das Kätzchen auf dich zukommt und übe keinerlei Zwang aus. Eine Einladung zum spielen wird meist gern angenommen. Dabei können sich Bauernhofkatzen und Menschen nun in Ruhe kennen lernen und Schritt für Schritt Vertrauen aufbauen. Außerdem hilft es, wenn du dich dafür auf den Boden setzt. Das ein oder andere Leckerli ist sicherlich auch nicht von Nachteil.


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Mit Geduld, Ruhe und ganz ohne Zwang werden sich schon bald erste Erfolge einstellen. Das solche Katzen vom Bauernhof nicht unbedingt die Kampfschmuser schlechthin werden, damit musst du in jedem Fall rechnen.



Bauerhofkatzen. Tipps zum weiterlesen

Hier in der Katzenfreundewelt findest du jede Menge weiterer Artikel zum Thema Anschaffung einer Katze die natürlich auch auf Bauerhofkatzen zutreffen. Außerdem habe ich noch spezielle Links für dich heraus gesucht, die dir nützlich sein können.

Linktipps Bauernhofkatzen:



Bauerhofkatzen. Deine Erfahrungen?

Hast du schon mal Katzen vom Bauernhof adoptiert? Wie ist es dazu gekommen und welche Erfahrungen hast du dabei gemacht? Ich freue mich, wenn du deine Erlebnisse mit uns teilst und einen Kommentar schreibst. Vielen Dank!



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(Zuletzt aktualisiert im Mai 2021)


Bauernhofkatzen. Soll ich so eine Katze anschaffen?
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8 Kommentare zu „Bauernhofkatzen. Soll ich so eine Katze anschaffen?

  • 24. November 2020 um 23:09
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    Wir hatten insgesamt 4 Katzen – alle vom Bauernhof. Bei unserem ersten Geschwisterpärchen hatte der Kater von Beginn an Katzenschnupfen und somit immer Probleme mit dem einen Augen, das wir bei Verschlimmerung mit einer Spezialaugensalbe behandeln mussten. Außerdem stellte sich nach 3 Monaten heraus, dass er Epileptiker war und zeitlebens Medikamente benötigte. Seine Schwester litt jahrelang an FORL, einer extrem schmerzhaften Autoimmunerkrankung der Zähne; diese wurde erst 2 Jahre vor ihrem Tod und trotz regelmäßiger Tierarztbesuche durch Zufall festgestellt und sehr kostenintensiv in einer Klinik behoben. Dafür hatte sie danach noch eine schmerzfreie Zeit und hat sich nochmal völlig anders zu einer starken und schmusigen Katze entwickelt (sie wurde 16 Jahre und nach der OP haben wir endlich verstanden, warum sie nie am Köpfchen/Kinn gekrault werden wollte!) Diese beiden waren zunächst Wohnungskatzen und wurden nach unserem Umzug Freigänger. Der Kater kam nach einem Freigang leider nicht mehr zurück; wir vermuten, dass er einen Anfall hatte und danach war er immer für 1 Stunde orientierungslos (wurde 7 Jahre). Bei unserem zweiten Pärchen vom Bauernhof litt die Kätzin an Niereninsuffiziens (wurde im Alter von 9 Jahren zufällig festgestellt), woran sie trotz Nahrungsumstellung und teuerer Medikamente mit 11 Jahren starb. Ihr Bruder lag eines Morgens wie aufgebahrt tot vor unserem Gartenzaun und wir wissen bis heute nicht, woran er gestorben ist (Auto? 9 Jahre). Er hat sehr um unsere älteste Katze getrauert und war nach ihrem Tod nicht mehr der Alte. Trotz aller krankheitsbedingten Probleme würden wir jederzeit wieder Katzen vom Bauernhof nehmen. Alle Tiere waren einfach nur wundervoll, verschmust, lebendig und unglaublich liebevoll, einfühlsam und treu.

    Antworten
    • 29. November 2020 um 22:16
      Permalink

      Vielen Dank Andy das du deine Erfahrungen mit deinen Bauernhofkatzen mit uns teilst. Besonders schön finde ich dein Resümee, dass du jeder Zeit wieder einer solchen Katze ein liebevolles Zuhause schenken würdest. :-)

      LG Gabi

      Antworten
  • 29. September 2020 um 22:41
    Permalink

    Unser Kater stammte auch vom Bauernhof – meine Tochter hatte Mitleid und brachte ihn mit nach Hause. Er war sehr scheu – entwickelte sich aber mit der Zeit zum Kampfschmuser 🐱💕 Leider ist er nach vielen schönen Jahren im letzten Jahr an Altersschwäche gestorben.

    Antworten
    • 30. September 2020 um 16:59
      Permalink

      Hallo Mari,
      wie schön zu lesen, dass euer Kater sich von einer scheuen Katze zu einem Kampfschmuser entwickelt hat. So kanns gehen. Er hatte wirklich Glück, dass deine Tochter ihn mit zu euch nahm.
      Habt ihr jetzt noch eine Katze?

      LG Gabi

      Antworten
  • 24. Juni 2019 um 12:28
    Permalink

    Ich persönlich habe noch keine Katze vom Bauernhof geholt, aber die 2 Katzen meiner Oma stammten allesamt vom Hof um die Ecke.
    Da nahm es nun mit dem Tierarzt auch nicht so genau und die Katzen waren als Mäusejäger auf dem Hof und weniger als Kuscheltier gedacht.
    Entsprechend wenig anhänglich waren auch allesamt die Kitten von dort. Nur einer wurde später ein richtiger Schmuser, wenn er wollte und wehe wenn nicht …. ;-)
    Sie kamen ungeimpft mit 8 Wochen und auch mal mit Flöhen in die Familie und wurden dann erst einmal zum Tierarzt geschleppt.
    Sie waren allesamt Freigänger. Der erste bekam leider im Alter von ca. 6 Jahren Krebs und der andere wurde 15 Jahre alt und musste wegen Nierenversagen eingeschläfert werden.
    Meine Oma hat sie, wenn ich mich recht entsinne, immer mit 6 Monaten kastrieren lassen und danach durften sie dann auch raus.
    LG Frauke

    Antworten
    • 29. Juni 2019 um 11:36
      Permalink

      Du beschreibst das sehr schön mit den Bauernhofkatzen. Vielen Dank das du deine Erfahrungen hier mit uns teilst. Ich habe da ganz ähnliche Erfahrungen gemacht. Meine ersten Katzen stammten alle vom Bauernhof.

      LG Gabi

      Antworten
  • 5. Mai 2019 um 13:26
    Permalink

    Ja hatte schon 2 vom Hof hatte bisher mit keine schlechte Erfahrungen gemacht …sind sehr robust. ..

    Antworten
    • 5. Mai 2019 um 17:01
      Permalink

      Hallo Marina,
      na das ist doch schön zu lesen :-) . Ich habe natürlich auch schon Bauernhofkatzen gehabt und so wie du ebenfalls keine schlechten Erfahrungen gemacht.

      LG Gabi

      Antworten

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